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    Alle Datenjahre sowie weitere Informationen und Kennzahlen zum Indikator (z.B.: absolute Werte)
Bildungsbeteiligung in Kindertagespflege

Ab 2012 werden Kinder in Tagespflege, die zusätzlich noch eine Kindertageseinrichtung oder Ganztagsschule besuchen, nicht doppelt gezählt.

Einrichtungen der Kindertagesbetreuung sind häufig der erste Ort, an dem Kinder ein institutionelles Bildungsangebot in Anspruch nehmen. Damit kommt ihnen eine wichtige Funktion für die Integration, Bildung und Teilhabe an der Gesellschaft von allen Kindern zu (vgl. Peter/Spieß 2015). In den vergangenen Jahren hat sich die außerfamiliale Kinderbetreuung enorm gewandelt. Dies zeigt sich insbesondere anhand der Einführung des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz in Kindertageseinrichtungen oder in Kindertagespflege für Kinder ab Vollendung des ersten Lebensjahres ab dem 01.08.2013 und dem damit verbundenen quantitativen Ausbau der Betreuungsplätze für Kinder im Alter von unter drei Jahren. Dementsprechend wird ein deutlicher Zuwachs bei der Teilhabe an Bildungsangeboten von Kindern in diesem Alter deutlich. Dies lässt sich anhand des vorliegenden Indikators erkennen. Dieser bildet auf Basis der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik ab, wie viele Kinder der Altersjahrgänge von unter einem Jahr bis sechs Jahren in Kindertagespflege betreut werden (s. methodische Hinweise). Ab dem Datenjahr 2017 werden zudem die Teilhabequote der Schulkinder unter 11 Jahren ausgewiesen. Ebenso werden die Teilhabequoten der Altersgruppen der unter Dreijährigen sowie der Kinder ab drei Jahren bis zum Schuleintritt dargestellt. Ausgewiesen werden jeweils die Daten für die Jahre 2009 bis 2021, jeweils zum Stichtag 01. März. Anhand dieser Daten kann auch die Entwicklungsdynamik der Nutzung von Kindertagespflegeangeboten in den einzelnen Bundesländern abgelesen werden. Die Teilhabequote für die KiTa nach Altersjahren ist hier zu finden, die Gesamtteilhabequote (Tagespflege und KiTa) nach Altersjahren wiederum hier.

Weitere Daten und Informationen zu diesem Indikator finden Sie in der Datei „Download Daten“ unter dem Zeitstrahl. 

Die Teilhabequote weist aus, wie viele Kinder eines bestimmten Alters ein Kindertagespflege-Angebot in Anspruch nehmen, bezogen auf die altersgleichen Kinder in der Bevölkerung. Die dafür benötigten Daten sind zum einen der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik entnommen, die jährlich zum 01.03. (bis 2008 zum 15.03.) durchgeführt wird, sowie zum anderen der amtlichen Bevölkerungsstatistik zum 31.12. eines Jahres. Bis zu den Daten zum 31.12.2013 (Referenzzahl zur Bildung der Teilhabequote zum 01.03.2014) beruhten die Bevölkerungszahlen auf der Fortschreibung des Bevölkerungsstandes auf Basis der Volkszählung von 1987. Ab den Daten zum 31.12.2014 (Referenzzahl zur Bildung der Teilhabequote zum 01.03.2015) basieren die Bevölkerungszahlen auf der Fortschreibung der amtlichen Daten des Zensus 2011. Eine Analyse der methodischen Auswirkungen dieser Umstellung der Referenzzahl, konkret einer geringfügigen rein rechnerischen Veränderung der Teilhabequoten, ist Mühlmann und Meiner-Teubner (2015) zu entnehmen.  

Kinder, die sowohl Tageseinrichtungen als auch Kindertagespflege nutzen, werden ab 2012 bei diesem Indikator nicht mehr gezählt und nur unter Kindertageseinrichtungen ausgewiesen, in den Jahren zuvor wurden sie noch gezählt. Bis einschließlich 2008 wurden ebenfalls diejenigen Kinder doppelt gezählt, die neben der Kindertagespflege eine (vor-)schulische Einrichtung genutzt haben. 

Hinsichtlich des Datenjahres 2021 ist davon auszugehen, dass es aufgrund der zeitweiligen Schließung bzw. des eingeschränkten Betriebs von Einrichtungen der Kindertagesbetreuung und von Horten durch die Corona-Pandemie teilweise zu größeren Abweichungen zwischen den Daten der amtlichen Statistik und dem Ist-Zustand kommt. Beispielsweise sind die tatsächlichen Betreuungszeiten von Kindern in vielen Einrichtungen vermutlich weit geringer, als sie im Betreuungsvertrag laut amtlicher Statistik vereinbart sind. Diese Abweichungen sind bei der Interpretation der hier ausgewiesenen Daten zu berücksichtigen. Weitere Informationen hierzu finden Sie hier

Quelle für Kinder unter einem Jahr bis zum Schuleintritt 

Daten ab 2018:
FDZ der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder sowie Statistisches Bundesamt, Kinder und tätige Personen in Tageseinrichtungen und in öffentlich geförderter Kindertagespflege, verschiedene Jahre; Statistische Ämter des Bundes und der Länder, Berichtsjahr ab 2011: Ergebnisse auf Grundlage des Zensus; zusammengestellt und berechnet vom LG Empirische Bildungsforschung der FernUniversität in Hagen. 

Daten 2017:
Statistisches Bundesamt: Kinder und tätige Personen in Tageseinrichtungen und in öffentlich geförderter Kindertagespflege 2017; zusammengestellt und berechnet vom Forschungsverbund DJI/TU Dortmund und der Bertelsmann Stiftung, 2017. 

Daten bis 2016:
Statistisches Bundesamt: Kinder und tätige Personen in Tageseinrichtungen und in öffentlich geförderter Kindertagespflege, verschiedene Jahre; zusammengestellt und berechnet vom Forschungsverbund DJI/TU Dortmund.

Quelle für Schulkinder unter 11 Jahren 

Daten ab 2020
FDZ der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder, Kinder und tätige Personen in Tageseinrichtungen und in öffentlich geförderter Kindertagespflege, verschiedene Jahre; berechnet vom LG Empirische Bildungsforschung der FernUniversität in Hagen. 

Daten 2017, 2018 und 2019: 
FDZ der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder, Kinder und tätige Personen in Tageseinrichtungen und in öffentlich geförderter Kindertagespflege, verschiedene Jahre; berechnet von der Bertelsmann Stiftung, 2020.

Literatur
Mühlmann, Thomas/Meiner-Teubner, Christiane (2015): Welche Folgen hat die Umstellung der Bevölkerungsstatistik für die Kinder- und Jugendhilfestatistik, in: KomDat Jugendhilfe, Heft 3/2015, S. 14-17.

Peter, Frauke/Spieß, C. Katharina (2015): Kinder mit Migrationshintergrund in Kindertageseinrichtungen und Horten: Unterschiede zwischen den Gruppen nicht vernachlässigen! in: DIW-Wochenbericht, ISSN 1860-8787, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin, Vol. 82, Iss. 1/2, S. 12-21.