Geschlecht des pädagogischen Personals{{selectedDataLayer.legend[selectedIndicator.uid].chart.yearLabelOverride || selectedDataLayer.year}}
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Das Arbeitsfeld der Kindertagesbetreuung ist nach wie vor ein von Frauen stark dominiertes Beschäftigungssegment. Laut der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik sind im Jahr 2016 bundesweit nur 5,4 % des pädagogischen KiTa-Personals männlich. Dies bedeutet in absoluten Zahlen: Den 539.800 weiblichen KiTa-Beschäftigten stehen nur rund 30.900 männliche KiTa-Beschäftigte gegenüber. Diese geschlechtsspezifische Segmentierung des Arbeitsfeldes KiTa hat sich auch in den vergangenen Jahren trotz aktueller fachpolitischer Aktivitäten, mehr Männer für die frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung zu gewinnen, nur geringfügig geändert (z.B. „Mehr Männer in KiTas“). Laut der Beschäftigtenstatistik zum 30.09.2016 der Bundesagentur für Arbeit ist der Anteil männlicher Beschäftigter im Bereich „Berufe in der Kinderbetreuung, -erziehung“ (KldB 8311) mit 9,9 % am höchsten unter allen Berufen im Bereich „Erziehung, Sozialarbeit, Heilerziehungspflege“ (KldB 831) (vgl. Bundesagentur für Arbeit 2017). So kommen z.B. „Berufe in der Sozialarbeit, -pädagogik“ (KldB 8312) auf einen Anteil männlicher Beschäftigter von 25,4 % und „Berufe in der Heilerziehungspflege, Sonderpädagogik“ (KldB 8313) auf 31,1 %. Unter den „Lehrkräften in der Primarstufe“ (KldB 8411) sind 15,2 % Männer und unter den „Lehrkräften in der Sekundarstufe“ (KldB 8412) 30 %.

2016 sind bundesweit 5,4 % des pädagogischen KiTa-Personals männlich. Im Jahr 2006 waren es noch 3,1 %, sodass kaum eine Steigerung des männlichen Anteils in den vergangenen Jahren festzustellen ist. Zwischen den Bundesländern ergeben sich jedoch auffälligere Differenzen. Während 2016 in Bayern nur 3,7 % des pädagogischen KiTa-Personals männlich sind, so sind es Hamburg 11,1 %. Aber auch in Berlin (9,6 %) und in Bremen (9,2 %) werden diesbezüglich hohe Anteile erreicht. Insbesondere in den Bundesländern Sachsen und Brandenburg gab es seit 2006 eine auffälligere Entwicklung im Vergleich zu den anderen Bundesländern: Gab es im Jahr 2006 noch 1,6 bzw. 1,5% Männer, so waren es im Jahr 2016 nun bereits 6,8 bzw. 6,6%.

Die hohe Dominanz von Frauen im FBBE-Arbeitsfeld geht einher mit einer hohen Teilzeitquote dieser Gruppe: Während laut amtlicher Kinder- und Jugendhilfestatistik 60,3 % des weiblichen KiTa-Personals unter 38,5 Wochenstunden beschäftigt sind, liegt dieser Anteil beim männlichen KiTa-Personal bei 47 %. Mit zunehmendem Alter der KiTa-Beschäftigten sinkt der Anteil der männlichen pädagogisch Tätigen in KiTas. 10 % der unter 25-jährigen KiTa-Fachkräfte sind männlich. Von den ab 50-Jährigen sind es nur 2,4 %. Ferner sind unter den KiTa-Beschäftigten mit einem fachlich einschlägigen Hochschulabschluss mehr Männer zu finden (8,5 %) als unter den KiTa-Fachkräften mit einem Berufsausbildungsabschluss als Erzieherin/Erzieher (4,2 %).

Quelle

Statistisches Bundesamt: Kinder und tätige Personen in Tageseinrichtungen und in öffentlich geförderter Kindertagespflege 2016; zusammengestellt und berechnet vom Forschungsverbund DJI/TU Dortmund, 2017.

Literatur

Bundesagentur für Arbeit (2017): Beschäftigte nach Berufen (KldB 2010). Stichtag_ 30. September 2016. Nürnberg.