FBBE-Investitionen pro Kind {{layer.legend[selectedIndicator.uid].chart.yearLabelOverride || layer.year}}
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Grundmittel von Land und Kommunen für FBBE pro Kind in Euro

Die Höhe der Pro-Kind-Ausgaben wird durch mehrere Faktoren beeinflusst. Insbesondere die Teilhabequoten im Bereich der unter Dreijährigen wie auch ein hoher Anteil ganztägiger Angebote sind hier zu benennen. Darüber hinaus steigt die Ausgabenhöhe ebenfalls, wenn es eine günstige Personalausstattung – erkennbar durch einen günstigen Personalschlüssel – in den KiTas gibt. Zudem wird in der Regel besser qualifiziertes Personal auch höher bezahlt, dies hat ebenfalls Einfluss auf die Ausgaben pro Kind. Zudem: Wenn die öffentliche Hand einen Großteil der Nettoausgaben trägt, dann sind die Pro-Kind-Ausgaben größer als wenn in einem Bundesland ein größerer Anteil der Ausgaben für Kindertagesbetreuung durch Eltern (Elternbeiträge) bzw. freie Träger (Eigenanteil) finanziert wird. Ein weiterer Einflussfaktor ist die Höhe der einmaligen Investitionsausgaben, wie sie zum Beispiel für den Bau neuer KiTas aufgewendet werden. Verfügt ein Bundesland bereits über eine „gut“ ausgebaute Infrastruktur, so sind nicht mehr so hohe Investitionsausgaben notwendig wie in Bundesländern, in denen zunächst neue Einrichtungen gebaut werden müssen, um ein bedarfsgerechtes Angebot bereitstellen zu können.

2015 wurden in Deutschland durchschnittlich 4.961 Euro für jedes Kind unter sechs Jahren in der Bevölkerung für Angebote der Kindertagesbetreuung durch die öffentliche Hand (Land und Kommunen) ausgegeben. Dies ist gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung: 2014 waren es 4.778 Euro für jedes unter sechsjährige Kind bundesweit. Hinter den bundesweiten durchschnittlichen Pro-Kind-Ausgaben von 4.961 Euro verbirgt sich eine große Differenz in der Ausgabenhöhe zwischen den Bundesländern. Sie reicht von 4.094 Euro in Mecklenburg-Vorpommern bis hin zu 7.253 Euro in Hamburg. Grundsätzlich liegen die Ausgaben in den ostdeutschen Bundesländern (5.122 Euro) über denen in Westdeutschland (4.922 Euro), wenngleich es in den letzten Jahren zu einer Annäherung kommt. 

Durch diesen Indikator werden die aufgewendeten Grundmittel der öffentlichen Haushalte (Land und Kommunen) für Kindertagesbetreuung zwischen den Ländern vergleichbar. Diese Vergleichbarkeit wird dadurch hergestellt, dass die insgesamt aufgewendeten Grundmittel relativiert werden auf die Bevölkerungsgruppe der unter sechs- bzw. unter zehnjährigen Kinder des jeweiligen Bundeslands. Die aufgewendete Höhe der Ausgaben, die ein Bundesland durchschnittlich pro Kind in der Bevölkerung – gleichviel ob es ein Angebot der Kindertagesbetreuung nutzt oder nicht – zeigt in vergleichender Art, wie viel die öffentliche Hand eines Landes in Kindertagesbetreuung investiert.

Für die Berechnung der Jahre bis 2012 basieren die Bevölkerungszahlen der unter sechs- bzw. unter zehnjährigen Kinder auf der Bevölkerungsfortschreibung der Volkszählung 1987. Ab dem Jahr 2013 wird die Bevölkerungsfortschreibung auf Basis des Zensus 2011 fortgeführt und in dieser Auswertung verwendet. Dies gilt es bei der Interpretation der Daten und Vergleichen zwischen den Jahren vor 2012 und nach 2012 zu beachten.

Die Berechnungsgrundlage und –methodik sowie die Umstellung der Bevölkerungsfortschreibung auf den Zensus 2011 ist ausführlich erläutert unter “Methodik“. Dort wird auch das Schätzverfahren erläutert mittels dessen die Nettoausgaben pro unter sechsjährigem Kind um die Ausgaben für die Schulkindbetreuung (insb. im Hort) bereinigt wurden.

Quelle

Daten ab 2015:
Statistisches Bundesamt: Bildungsfinanzbericht 2017, Wiesbaden 2017; Statistisches Bundesamt: Bevölkerungsfortschreibung 2015, Wiesbaden 2017; Statistisches Bundesamt: Kinder und tätige Personen in Tageseinrichtungen und öffentlich geförderter Kindertagespflege 2015, Wiesbaden 2016; Angaben Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration der Freien und Hansestadt Hamburg; Senatsverwaltung für Finanzen, Berlin; zusammengestellt und berechnet vom Forschungsverbund DJI/TU Dortmund und der Bertelsmann Stiftung, 2017/2018

Daten bis 2014:
Statistisches Bundesamt: Bildungsfinanzbericht 2016, Wiesbaden 2016; Statistisches Bundesamt: Bevölkerungsfortschreibung, 2014, Wiesbaden 2017; Statistisches Bundesamt: Kinder und tätige Personen in Tageseinrichtungen und öffentlich geförderter Kindertagespflege 2014, Wiesbaden 2015; Angaben Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration der Freien und Hansestadt Hamburg; Senatsverwaltung für Finanzen, Berlin, zusammengestellt und berechnet vom Forschungsverbund DJI/TU Dortmund, 2017.